Die S-Bahnlinie S1

Das Rhein-Main-S-Bahn-System ist ein integriertes Verkehrs-Pendler-System für die Frankfurter Rhein-Main-Region, zu der auch die Städte Frankfurt am Main, Wiesbaden, Mainz, Offenbach am Main, Hanau und Darmstadt gehören. Die S1 ist eine von neun S-Bahn-Linien. Sie ist 72,1 km lang und damit die längste S-Bahn-Linie im Rhein-Main-Gebiet. Die Fahrzeit von der Landeshauptstadt Wiesbaden nach Rödermark Ober-Roden beträgt 87 Minuten.

Der Eckpfeiler des Systems ist der Frankfurter S-Bahn-Tunnel ("City-Tunnel") durch das zentrale Frankfurt. Der erste Teil dieses Tunnels wurde am 28. Mai Mai 1978 eröffnet. Weitere Teile des Tunnels wurden 1983 und 1990 eröffnet und die Fertigstellung erfolgte im Jahr 1992. Das ganze S-Bahn-System gehört zum Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und wird von der DB Regio AG, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG, betrieben.

Am Ende der S1 Linie in Rödermark-Ober Roden befindet sich bei KM 22,598 an der Triftbrücke die einzige S-Bahn-Abstellanlage der Rodgau-S-Bahn. Hier endet die elektrifizierte, zweigleisig ausgebaute Strecke.

Geschichte

Am 30. Oktober 1896 wurde die Bahnlinie von Offenbach über Ober Roden und Dieburg nach Reinheim eröffnet. Die Strecke wurde auf eine Länge von 42,2 km eingleisig geführt. Am 1. April 1905 wurde die Dreieichbahn fertig gestellt, welche dann von Dreieich-Sprendlingen über Ober Roden nach Dieburg führte. Dadurch kam es, dass auf der Bahnlinie Offenbach-Dieburg täglich nur noch zwei Zugpaare verkehrten. Allerdings führte die Bahnlinie in der vollständigen Nord-Südausprägung durch den Rodgau, weshalb sie seitdem "Rodgaubahn" heißt.

© 2009 Hans-Peter Fuchs * D-63110 Rodgau