Offenbach (Main) Hbf

Offenbach am Main ist mit über 118.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt im Rhein-Main-Gebiet und grenzt im Westen an Frankfurt am Main.

Der Hauptbahnhof wurde 1872 bis 1873 während des Baus der Frankfurt-Bebraer Eisenbahn erbaut. Das Empfangsgebäude wurde im Stil der Neorenaissance erstellt. Bauherr war die Königliche Eisenbahndirektion Frankfurt (Main). Aufgrund der städtebaulichen Entwicklung mussten die bis dahin niveaugleich mit dem Straßenverkehr verlegten Gleise im Zeitraum von 1912 bis 1926 auf einen Bahndamm gelegt werden, um den gewachsenen Straßenverkehr kreuzungsfrei überbrücken zu können. Dazu musste auch das Gleisfeld des Bahnhofs hoch gelegt werden. Ein Neubau des Empfangsgebäudes kam aber wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage nicht in Frage. Das Empfangsgebäude wurde in den 1920er Jahren lediglich radikal umgebaut, mit einer „konservativ-traditionalistischen Ausstrahlung“. Das Empfangsgebäude ist ein Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz.
Nachdem der Hauptbahnhof von Mai 1996 an vorübergehend an das ICE-Netz der Bahn angeschlossen wurde, ist er heute wieder überwiegend vom Fernverkehr abgekoppelt. Bis auf drei IC-Verbindungen pro Tag bestehen lediglich Regionalverbindungen zu Zielen innerhalb Hessens und Bayerns. Mit Eröffnung der S-Bahnstrecke zwischen Frankfurt-Mühlberg und Offenbach Ost am 23. Mai 1995 führte der Offenbacher Citytunnel unter der Offenbacher Innenstadt hindurch und sorgte dafür, dass der Hauptbahnhof stark an Bedeutung verlor. Von der S-Bahn Rhein-Main wird der Hauptbahnhof an Werktagen nur halbstündlich in der Hauptverkehrszeit bedient, in den Nebenzeiten und am Wochenende aber nicht angefahren (Stand 2008).

Im Ranking der "Deutschen Bahn" aus dem Jahr 2007 wird der Bahnhof unter der Nr. 4742 in der Kategorie 3 geführt.

© 2009 Hans-Peter Fuchs * D-63110 Rodgau